Bretagne (2018)

Rückreise

Sonntag, 30.09. bis Donnerstag, 04.10.2018

In Saint-Viaud verbringen wir am See eine sehr ruhige Nacht. Um 9:00 sind schon die ersten Wasserskiläufer unterwegs und der Moment der Rückreise ist gekommen. Wir müssen nur noch tanken. Im nahegelegenem Palmboeuf befindet sich eine Tankstelle am Super U, eine gute Gelegenheit dort auch frische Croissants und ein Baguette einzukaufen.

Start mit Hindernissen

Leider ist der Supermarkt heute geschlossen und als ich in die Tankstelle reinfahren will, muss ich feststellen, dass die Spuren für unser Fahrzeug zu eng sind. 

 

Wenn ich schon nicht tanken kann, dann will ich wenigstens die Reifen aufpumpen. Auch das gelingt mir nicht, da der Ventilschlauch nicht am Ventil festhält. Macht nix, ich habe ja eine Pumpe dabei, die über den Zigarettenanzünder betrieben wird. Kurz gepumpt und die Sicherung ist durchgebrannt. Macht auch nichts, wir haben im Cockpit noch eine 2. Steckdose. Die ist auch gleich durch. OK, Sicherung austauschen. Ich habe ja genügend dabei. Erst mal suchen wo die sind, aha im Motorraum, aber das ist ein ganz anderes Format und die habe ich nicht dabei. Heute läuft es prächtig. Jetzt habe ich keine Steckdose mehr für das Navi und ohne die geht es in 10 Minuten aus. Ganz hinten im Wohnmobil ist noch eine Steckdose und zum Glück habe ich ein 5m langes Verlängerungskabel dabei und kann eine fliegende Leitung nach vorne legen. Monate später erfahre ich über Facebook, dass man beim Betrieb der serienmäßgen Reifenpumpe immer der Motor laufen muss. Was das aber mit der Sicherung zu tun hat, ist mir nicht ganz schlüssig.

Chataeu Renault

Wir fahren erstmal weiter und wollen zügig nach Hause kommen. Zu Beginn geht es an der Loire entlang ohne Verkehr durch Nantes bis Anger und von da an weiter entfernt von der Loire und ihren Schlössern. Für Schlossbesichtigungen haben wir keine Zeit, denn wir müssen noch unterwegs in der Werkstatt die Luftfederung reparieren lassen. Wir beenden den heutigen Tag in Chateau Renault mitten im Ort auf dem leeren Parkplatz an der Stadthalle. Das Schloss trohnt hoch über uns auf eine Anhöhe. In dem Ort gibt es sehr viele leere Geschäfte und Häuser und der Ort macht einen wirtschaftlich schwachen Eindruck. Früher war hier wohl das Lederhandwerk angesiedelt. Es gibt ein Ledermuseum und eine schön renovierte ehemalige Gerberei, die heute einem anderen Zweck dient.  Zum Abendessen hole ich uns noch zwei Pizzen aus der nahe gelegenen und gut besuchten Pizzeria Milano.

Am Montag hole ich in einer nahegelegenen Bäckerei Crossaints, Pan Chocolate und ein Baguette. Dann starten wir weiter in Richtung Osten. DIe Gegend ist eher langweilig, so wie oft im Inneren Frankreichs. Wir umfahren Orléans und Sens, entsorgen zwischendurch an einer öffentlichen Entsorgungsstation und am späteren Nachmittag machen wir uns auf die Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Wir sind nun in der Champagne, es wird hügelig und die ersten Weinberge sind zu sehen. In diesem Urlaub stehen wir meistens frei und nutzen für die Suche nach Übernachtungsplätzen die App Park4Night, die uns immer gute Dienste leistet. Wir stoppen schließlich kurz vor Troyes im Weinort Montgueux am Ortsrand bei einem Sportplatz. Hier verbringen wir eine äußerst ruhige Nacht.

Ins Elsass und in die Pfalz

Am Dienstag passieren wir Nancy und erreichen dann das Elsass. In irgendeinem Ort kommen wir an eine interessante LED-Ampelanlage. Nicht nur die Ampel selbst sondern der gesamte Mast leuchtet in rot und grün. Die Ampel ist wirklich nicht zu übersehen. Die letzte Übernachtung machen wir in Sarrebourg auf einem ausgewiesenen Übernachtungsplatz mit Entsorgungsstation in der Nähe des Schwimmbads. Daneben ist ein kleines Wäldchen mit einem Spazierweg un Bänken, wo die unterschiedlichsten Bäume angepflanzt und mit einem Namenschild versehen sind. Das Wäldchen ist zum Gassigehen ideal.

 

Am Mittwoch sind es nur noch 170 km bis zur Werkstatt in Waghäusel, wo wir auf dem Parkplatz übernachten. Am nächsten Morgen sind wir sofort dran und die Reparatur beginnt. Der Mechaniker zeigt mir den ausgebauten defekten Luftbalg der Luftfederung. Er hat einen Riss, der durch den abrupten Schlag beim Überfahren eines Randsteines in einer Straßenverengung verursacht wurde. Nach 2 Stunden war das Problem behoben und mein Portemonnaie um 320€ leichter. Ich werde in Zukunft noch aufmerksamer fahren, damit mir sowas nicht nochmal passiert. Jetzt nur noch die letzten 120km und wir sind zuhause angekommen.