Sardinien (2018)

Anreise in die Toskana und auf die Insel

Montag, 30.04. bis Samstag, 05.05.2018

Mit den Vorbereitungen sind wir früher fertig geworden als ursprünglich geplant. Deshalb fahren wir bereits am 30.04. los mit der Idee am 1. Mai-Feiertag ohne LKW-Verkehr die Schweiz und das Nadelöhr Gotthard-Tunnel zu passieren.

 

Wir müssen am Abreisetag noch den Smart auf den Hänger aufladen und kommen gegen 13:00 los. Unser heutiges Ziel ist Breisach in der Nähe von Freiburg. Der dortige Stellplatz am Rhein ist wegen des langes Mai-Wochenendes sehr voll und für den nächsten Tag findet auf der Straße davor ein Flohmarkt statt. Da besteht die Gefahr, dass wir vor dem Nachmittag nicht wieder wegkommen. Also nichts wie weg. Wir fahren zurück zur Autobahnausfahrt, dort gibt es das Hotel Fallerhof wo man auf dem Parkplatz kostenlos übernachten kann. Als Gegenleistung gehen wir im Hotel Abendessen, das wir empfehlen können.

 

Durch die Nähe der Autobahn A5 hört man Rollgeräusche, was uns aber nicht weiter stört. Wir schlafen trotzdem gut.

 

Übernachtungsplatz beim Fallerhof in Bad Krozingen
Übernachtungsplatz beim Fallerhof in Bad Krozingen

Weiterreise durch die Schweiz

Frische Brötchen gibt es ab 06:00 bei der angrenzenden Tankstelle. Nach Frühstück, Gassi-Runde und notwendigen Aufräumarbeiten geht es am Dienstag kurz nach 09:00 zurück auf die Autobahn. Am 1. Mai liegt der LKW-Verkehr weitestgehend brach, so kommen wir zügig voran. Das Fahren ist heute ein Genuss, Tempomat rein und laufen lassen. Die Wolken hängen tief, hin und wieder nieselt es und die Temperatur geht runter bis auf 6 Grad. Vor dem Gotthard-Tunnel sind alle Ampeln auf grün geschaltet, keine Blockabfertigung wie sonst üblich. Es gibt nur eine Röhre, so dass man auf der knapp 17 km langen Durchfahrt Gegenverkehr hat. Da muss man schon gut aufpassen und ist froh wenn man es geschafft hat. Eine 2. Röhre ist im Bau, aber es wird noch bis mind. 2030 dauern bis beide Röhren in Betrieb sind.

 

Auf der südlichen Seite des Tunnels im Tessin, wird es gleich wärmer und das Wetter zeigt sich erstmal von seiner freundlichen Seite. Bereits um 14:15 sind wir in Chiasso an der italienischen Grenze und kurz dahinter wäre unser Stellplatz für die geplante Zwischenübernachtung.

 

Weiter in Italien bis in die Toskana

Der staufreie Verkehr motiviert uns heute mit dem Fahren noch nicht aufzuhören. Wir rollen einfach weiter ohne konkret zu wissen, wo wir übernachten wollen. Es geht zügig an Mailand vorbei bis nach Parma, wo man die Autobahn wechseln muss, um den Apennin zu überqueren. Gerne hätten wir für heute rund um Parma die Fahrt beendet, konnten spontan keinen passenden Übernachtungsplatz entdecken.

Es sind noch 250km bis zum geplanten Ziel für den nächsten Tag. Augen zu und durch, das schaffen wir auch noch. Nach 750km mit Anhänger, der Überquerung der Alpen und des  Apennin erreichen wir kurz nach 20:00 den Agriturismo Nonna Stella in Bibbona, 50 km südlich von Livorno. Wir sind echt geschafft.

 

Unser riesengroßer Stellplatz beim Agricampeggio Nonna Stella in Bibbona
Unser riesengroßer Stellplatz beim Agricampeggio Nonna Stella in Bibbona

Relaxen und genießen bei Nonna Stella

Es hat die ganze Nacht geregnet, da ist es besonders schön im trockenen und warmen Bett zu liegen und dem Prasseln der Regentropfen zuzuhören. Wir haben herrlich geschlafen und ausgiebig mit frischen italienischen Brötchen und Brioches gefrühstückt. Hier herrscht die vollkommene Ruhe, außer uns sind noch zwei niederländische Zelte, ein schweizer Wohnwagen und ein italienisches Wohnmobil am Platz.

 

Den ganzen Mittwoch regnet es mit kurzen Unterbrechungen. Cheevi liebt es draußen  zu sein und will partout nicht von alleine zurück ins Wohnmobil. Lieber bewacht er unser Grundstück und und scannt die Umgebung. 

 

Heute sind Ingrid und Ove von zu Hause gestartet. Wir werden uns spätestens Freitag abend im Hafen von Livorno treffen und von da an zusammen weiter fahren. Sie übernachten wie wir beim Fallerhof und anschließend in Como.

 

Unser Wachhund Cheevi sieht alles
Unser Wachhund Cheevi sieht alles

Am Platz kann man hervorragend zu Abend essen. Hier kocht die Mutter der Betreiberfamilie.  Das durften wir bei unserem letzten Besuch im November 2016 bereits genießen. Bei der Ankunft gestern abend haben wir gleich gefragt, ob es heute wieder diese Möglichkeit gibt. Die Antwort war ein klares Ja, es gibt ein Überraschungsmenü heute Abend.

Am Donnerstag ist es wärmer geworden und es weht den ganzen Tag ein starker Wind. Die Sonne lässt sich kurz blicken, dazwischen immer wieder etwas Nieselregen. Cheevi hält sich viel draußen auf und bewacht die Stellplatzstraße. Hin und wieder tauchen die beiden Hofhunde auf. Mit den Gänsen hinter einem Zaun hatte Cheevi bereits am ersten Tag eine Diskussion, alles ist geklärt.

 

Unser Wachhund Chhevi trotzt jedem Wind, Hauptsache er ist im Freien
Unser Wachhund Chhevi trotzt jedem Wind, Hauptsache er ist im Freien

Abreise zum Fährhafen in Livorno

Der Freitag ist gekommen, wir müssen am Nachmittag nach Livorno.  Als wir beginnen zu packen gucken unsere Hunde ganz skeptisch was plötzlich abgeht. Mit Ingrid und Ove haben wir abgemacht uns beim Einkaufszentrum Fonti del Corallo (direkt an der SS1 Via Aurelia) zu treffen. Dort gibt es viele Parkplätze wo wir auch mit unseren langen Gespannen ruhig stehen können.

 

Im Abstand von einer guten halben Stunde treffen wir vier auf dem Parkplatz ein. Großes Hallo und Wiedersehensfreude und dann gehen alle erst mal was einkaufen und einen guten Capuccino trinken.

 

Da wir nicht unnötig lange da rumhängen wollen, machen wir uns gegen 17:00 auf zum Hafen in der Hoffnung Einlass zu bekommen. Unser Ansinnen wurde von einer unfreundlichen Angestellten an der Hafeneinfahrt verwehrt und wir sollten eine Stunde vor Abfahrt am Samstag um 07:00 wieder auftauchen. Also nix wie weg. Gegen 22:00 ein 2. Versuch, ebenfalls negativ. Wir geben auf, finden im Hafengebiet einen Platz und gehen schlafen. Um 06:00 der 3. Versuch, der diesmal klappt.

 

Die Einschiffung klappt problemlos und pünktlich um 08:00 legt die Fähre ab. Die Überfahrt zum Golfo Aranci auf Sardinien bei schönem Wetter dauert 7 1/2 Stunden, die für uns etwas ermüdend wirkt. Dann noch eine knappe Stunde bis zum Campingplatz Isuledda in Cannigione an der Costa Smeralda und wir sind endlich angekommen. Jetzt kann der Urlaub beginnen!