Sizilien (2019)

Rückreise

Freitag, 15. bis Montag, 18.03.2019

Es wird leider nichts mit dem Besuch von Mazzara del Vallo. Gaby hatte in den letzten Tagen immer mehr gesundheitliche Probleme und so beschließen wir heute die Reise abzubrechen und auf dem schnellsten Weg nach Hause zu fahren.

 

Ein Anruf bei Turisarda und wir erhalten für heute Abend eine Fährpassage mit Hundekabine nach Genua. Die Fahrt durch das Landesinnere nach Palermo über die A29 geht zügig von statten. Kurz vor Palerno fahren wir bei Capaci auf den großen Parkplatz des Einkaufszentrums Poseidon. Hier können wir noch ein paar Stunden verbringen, etwas einkaufen und mit den Hunden spazieren gehen bevor wir am Abend zum Hafen weiter fahren.

 

Die Durchfahrt durch Palermo gestaltet sich etwas schwierig, Eine Beschilderung fehlt an vielen Stellen und das Navi spielt verrückt. Aber wir schaffen das. Ich hole am Ticketschalter die gebuchten Fährpassagen und wir stehen in der ersten Reihe. Eingeschifft werden wir als letzte und ich muss im Schiff mit Hänger rückwärts bis auf 20 cm an die Bordwand ranfahren. Sehr langwierig und aufregend. Wir können auf der rechten Seite keine Tür mehr öffnen und müssen alle zum Aussteigen über den Beifahrersitz klettern.

Ein fürsorglicher Schiffsarzt

Es ist stickig warm und Gaby erreicht langsam und mit großer Mühe den Aufzug. AUf dem 8. Deck angekommen ist sie fix und fertig und hat große Not Atemluft zu bekommen. Die Stewards erkennen sofort die Situation, rufen den Schiffsarzt und begleiten uns zur Krankenstation. Der Arzt ist sehr kompetent, senkt Gabys stark überhöhten Blutdruck auf ein Normalmaß und verabreicht ihr für eine längere Zeit Sauerstoff.

 

Gaby muss während der 20-stündigen Überfahrt auf der Krankenstation bleiben, um bei Bedarf Sauerstoff inhalieren zu können. Während der Nacht muss ich bei ihr bleiben, um bei Bedarf den Schiffsarzt rufen zu können, was aber nicht notwendig wird. Die Hunde dürfen nachts nicht alleine in der Kabine bleiben und müssen in den Hundezwinger am Oberdeck. Das nehmen sie gelassen hin, sind doch mindestens 10 andere Hunde dort untergebracht mit denen sie ihr Schicksal teilen.

 

Am Morgen hole ich sie aus dem Zwinger und gehe mit ihnen ausgiebig an Deck auf der "Hundewiese" spazieren und dort treffen wir auf weitere Hunde. Ich pendele den Tag über zwischen der Krankenstation und den Hunden in der Kabine.

Gaby übersteht die Überfahrt gut. Der Arzt möchte sie ohne Sauerstoffgerät nicht von Bord lassen. Da am Sontagabend kein solches Gerät in Genua zu beschaffen ist, gibt er uns kurzerhand eine seiner großen Sauerstoffflaschen für die Heimreise mit. Wir sind von seiner Fürsorge sehr angetan.

Die Ausschiffung in Genua ist um ca. 21.00 und wir wollen nur noch weg. Die 80 cm hohe Flasche platzieren wir im Führerhaus zwischen Beifahrersitz und -tür und den Wasserbehälter hängen wir am Dach auf. Die Installation funktioniert. So fahren wir in der Nacht noch durch bis Airolo, ein paar Kilometer vor den Gotthardtunnel und übernachten auf der Raststätte. Es ist kaum Verkehr und so machen wir uns um 8 Uhr auf die Weiterreise nach Hause, die reibungslos verläuft.

Reiseroute von Petrosino zum Hafen von Palermo

Reiseroute von Genua nach Hause