Spanien (2016)

Anreise nach Pineda de Mar

Tag 1-4: Montag, 11. bis Donnerstag, 14.01.2016

 

Bis wir endlich loskamen war es bereits Mittag. Der Plan war, so schnell wie möglich Frankreich auf mautfreien Strecken zu durchqueren. Dies ist uns nur zum Teil gelungen. Die ersten beiden Tage hatten wir strömenden Regen und sehr starken Wind. Wir mussten feststellen, dass es in Frankreich auf Nebenstrecken viele Beschränkungen für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gibt. Das fing schon kurz nach Mulhouse an, da durften wir die Autobahn vor der ersten Mautstelle nicht verlassen, da die Nationalstraße nach Belfort für unser Fahrzeug gesperrt war. Danach nutzten wir die erstbeste Möglichkeit auf eine Nebenstrecke zu wechseln.

 

Durch das Jura, Übernachtung an der Ardeche

Das war vielleicht ein Abenteuer! Über kleinste Straßen bei Dunkelheit und stürmischen Regen den richtigen Weg durch den Jura zu finden. Kurz nach 19:00 nach Gennes und fanden am Ortsrand einen großen Parkplatz einer Sporthalle, der sich sehr gut zum Übernachten eignete. Wir stellten uns direkt hinter ein kleines Gebäude und waren sehr gut vor dem starken Sturm geschützt, der die ganze Nacht tobte. Just in dem Moment, als wir mit den Hunden Gassi gingen, mache der Regen eine Pause. Man muss auch mal Glück haben.

 

Am nächsten Tag ging es weiter durch den Jura in Richtung Lyon. Wir kamen nicht vom Fleck. Es ging Immer wieder durch kleine Dörfer, wo sich die Füchse gute Nacht sagen, und überall kurze Bremsschweller in den 30er-Zonen. Gaby warnte mich ständig mit "Achtung Hupsi". Einmal bin ich nicht im Schritttempo darüber weg und schon fiel alles mögliche aus den hinteren Regalen auf den Boden. Kurz vor Lyon hatten wir endgültig die Nase voll und suchten den direkten Weg auf die Autobahn. Was war das für ein entspanntes Fahren! Das nächste Mal nehmen wir gleich die Autobahn, auch wenn die Mautgebühren nicht unerheblich sind. Da wir aus Sicherheitsgründen nicht auf einer Raststätte übernachten wollten, sind wir bei Montelimar von der Autobahn runter. Es war schon wieder dunkel, als wir nach einem freien Stellplatz suchten. Wir fuhren an die Ardeche und schlugen in Saint Martin d'Ardeche auf dem Parkplatz einer geschlossenen Creperie unser Nachtlager auf. Wir schliefen herrlich bei sternenklarem Himmel und 3 Grad in der Nacht.

 

Wohnmobil setzt in einer Wasserfurt auf

Am dritten Tag wollten wir unbedingt in Spanien ankommen. Erstmal wollten wir den Weg etwas abkürzen und fuhren über Nebenstraßen nach Montpellier, was sich doch länger hinzog als gedacht, und beschlossen dann nur noch Autobahn zu fahren. In Girona machten wir einen kurzen Halt, um bei Orange die eine SIM-Karte zu besorgen. Unser Endziel Pineda de Mar vor Augen schickte uns das Navi in dem Ort auf eine kleine Nebenstraße. Und just passierte uns das was jeder Womo-Fahrer unbedingt vermeiden will. Wir setzten mit dem Heck in einer Wasserfurt auf und blieben darin hängen. Das Kratzgeräusch tat richtig weh. Die Fahrer vor und hinter uns hatten großes Verständnis, erkannten die Situation und fuhren wieder zurück, ohne dass einer hupte. Ein netter junger Mann in dem Wagen hinter uns kam gleich und bot uns Hilfe an. Zum Glück haben wir eine Anhängerkupplung, die uns vor einer Beschädigung der Karosserie bewahrte. Das 2. Glück war die Luftfederung. So konnte ich das Fahrzeug hinten anheben und mich dadurch befreien. Ich fuhr 100 Meter rückwärts und konnte in einer Einfahrt wenden. Es stellte sich heraus, dass der nette Mann im Haus neben dem Stellplatz wohnte und er bot sich an, uns bis dahin zu eskortieren.

 

Endlich am Ziel in Spanien

Auf dem Stellplatz Area Pineda de Mar waren wir nur vier Wohnmobile, einer davon ebenfalls aus Deutschland mit zwei Hunden. Wir stellten fest, dass wir beide Mitglieder derselben Facebook-Gruppe "Wohnmobile und Reisemobile, das schönste Hobby der Welt" sind. So war genügend Gesprächsstoff mit Manfred und Erika vorhanden. Gegen 22:00 bei 14 Grad gingen wir mit den Hunden zum nahegelegenen Strand. Es war wunderbar die Wellen zu hören und zu sehen, die gute Luft einzuatmen und glückliche Hunde am Strand rumtollen zu sehen. Das Eingangstor des eingezäunten Stellplatzes war mittlerweile geschlossen, so konnten wir die Hunde zusammen mit Nachbars Dogge frei laufen lassen, was sie sichtlich genossen.

 

Nach den drei anstrengenden Tagen, beschlossen wir einen Erholungstag in Pineda de Mar einzulegen und mit dem Bloggen zu beginnen.