Spanien (2016)

Alhama de Murcia

Tag 16-18: Dienstag 26. bis Donnerstag 28.01.2016

 

Wir haben herrlich geschlafen auf dem freien Stellplatz direkt am Strand. Erst so gegen 10:00 kam etwas Lärm auf als in den angrenzenden Gewächshäusern kleine Traktoren fuhren, die irgendein Gift auf die Pflanzen sprühten. Die Arbeiter hatten weiße Schutzanzügen an und trugen Mundschutz. Gesund ist das bestimmt nicht, was die da auf das Obst versprühen!

 

Nach einem ausgiebigen Spaziergang am Strand fuhren wir weiter die paar Kilometer zum Stellplatz Taray Camper Park in Punta di Calnegre. Es ist ein einfacher Platz mit Ver- und Entsorgung aber ohne Strom. Der spanische Betreiber sprach verständliches Deutsch.

 

Strom hätten wir schon gern gehabt, da dies nun der vierte Tag in Folge ohne Landstrom war. Die Solarpaneele lieferten, bedingt durch die Bewölkung und die tiefstehende Sonne, nicht genügend Strom und die Kapazität der Batterien wurde immer weniger.

 

Besuch von Marokko-Mitreisenden, Strom geht zu Ende

Am Nachmittag kam eine Frau zu unserem Womo. Ich denke noch, die kennst Du doch? Ach ja, von unserer Marokko-Tour in 2014. Welch ein Zufall. Horst und Anja sind in ihrem neuen Phönix bereits seit Mitte Dezember in Spanien unterwegs und heute auch auf diesem Platz gelandet.

 

Am späten Nachmittag kam der Gaslieferant auf den Stellplatz. Ich konnte von ihm ohne Probleme eine neue Gasflasche kaufen. Jetzt habe ich endlich zwei spanische Flaschen und die Probleme mit dem Gas sollten nun der Vergangenheit angehören.


Ich beobachtete den ganzen Tag unseren Batterie-Computer, der immer weniger Kapazität anzeigte. Wir wunderten uns über einen verhältnismäßig hohen Verbrauch und konnten uns die Ursache nicht erklären. Am späten Abend, als wir nur noch bedenkliche 30 Prozent Kapazität hatten, begannen wir mit der Untersuchung der Verbraucher.  Jetzt wissen wir einigermaßen Bescheid über den Verbrauch der einzelnen Systeme. Wir schalteten den Fernseher und den Receiver aus, machten nur noch das Licht der Dunstabzugshaube an und schalteten die elektrischen Kerzen ein. Das war wirklich ein gemütliches Ambiente.


Ohne Strom mussten wir am nächsten Tag den Stellplatz in Calnegre verlassen. Anja hatte uns den Stellplatz Rancho Buena Vista empfohlen. Vor der Abfahrt rief ich dort an, um sicher zu gehen, dass ein Platz mit Strom frei ist. Der Betreiber sagte mir der Platz sei zwar voll, aber ich könnte auf einen Ausweichplatz und ,ich zitiere, "das mit dem Strom regeln wir dann schon".  Auf der gut 30 km Strecke dorthin luden sich die Batterien etwas auf, aber da es stark bewölkt war, lieferten die Solarpaneele nur wenig Energie.

 

Als wir ankamen, wurden wir auf den besagten Ausweichplatz gewiesen, aber einen Stromanschluss bekamen wir trotzdem nicht. Dem Betreiber, ein ausgewanderter Deutscher,  war das wohl zu viel Aufwand. So ein Mist, dann mussten wir noch einen Abend mit wenig Energieverbrauch verbringen.

 

Der Stellplatz ist riesengroß, die Parzellen ebenso, so dass dort auch sehr große Liner stehen können und davon gab es zahlreiche.  Zu unserer Überraschung stand auf dem Platz auch ein ALPA wie unser Wohnmobil. Das Hallo war groß, denn so oft trifft man nicht das gleiche Modell.


Wie versprochen wurde am nächsten Tag schräg gegenüber ein regulärer Platz mit Stromanschluss frei. Wir atmeten auf. Endlich wieder Landstrom und begannen erstmal unsere IT-Infrastruktur aufzuladen. Ein gutes WLAN ohne Begrenzung gibt es auch. Wir haben nette Nachbarn, alle mit Hunden. Das Gelände ist sehr gut geeignet für Hunde, da es sehr weitläufig ist. Wir richteten uns auf der großen Parzelle ein. Unsere beiden Hunde fühlen sich auch sichtlich wohl. Zur Krönung des Tages holte ich den Grill aus der Garage und wir genossen den Tag. Wir werden wohl einige Tage hier bleiben.