Spanien (2016)

Palomares

Tag 26-28: Freitag, 05. bis Sonntag, 07.02.2016

Am Freitag haben wir uns wieder auf den Weg gemacht und sind die wunderschöne leere Küstenstraße weiter in Richtung Süden gefahren. Ganze 25km haben wir geschafft, dann haben wir eine lange Bucht mit Strand gefunden, auf der verteilt einige Wohnmobile standen. Im Hintergrund war ein kleines Wäldchen und Brachland.

 

Liegestühle raus und Sonne genießen, was sonst. In etwas Entfernung standen zwei ältere Wohnmobile mit spanischen Kennzeichen. Da ich oft Kontakt zu anderen suche bin ich hin, um was zu fragen. Es stellte sich heraus, dass es sich um Engländer und Nachbarn handelte, die vor Jahren ausgewandert sind, im Landesinneren alte Häuser renoviert hatten und das Wochenende immer am Strand verbringen. Sie sagten mir auch, dass es am Sonntag im Nachbarort Villaricos einen schönen Markt gibt. Da wollen wir dann hin.

 

Am Samstag weckte uns um viertel nach sieben das Geräusch eines Baggers auf. Direkt hinter uns sammelte er auf einem leeren Feld Erde ein, die er zu den nahegelegenen Plantagen brachte. Wir schliefen trotzdem wieder ein und wachten zur üblichen Zeit um 10:00 auf. Unsere Hunde sind morgens sehr geduldig, so dass wir vor dem Gassi gehen noch ein oder zwei Tassen Kaffee trinken können. Gegen Mittag fuhren wir los, um für das Wochenende unsere Vorräte aufzufüllen.
 

Mobile Sauna am Strand

Als wir am Strand entlang fuhren, bemerkten wir bereits aus der Ferne ein eigenartiges Fahrzeug. Es war ein alter Kleinlaster, auf dem eine Holzhütte mit Terrasse montiert war. Auf der Terrasse war ein Tauchbecken und auf dem Anhänger befand sich eine Sauna.

 

Zurück vom Einkauf stellten wir uns in gebührendem Abstand von der mobilen Sauna hin. Weitere Fahrzeuge waren um die Sauna platziert, es liefen Nackte herum und einige stürzten sich nach dem Saunagang in die kalten Fluten des Mittelmeeres.

Am Nachmittag bewegten wir unser Womo um 200 Meter und stellten uns zu einer Gruppe von ca. 10 Wohnmobilen, die in Reih und Glied direkt am Strand standen. Ich suchte wieder Kontakt und ging zu einem deutschen Fahrzeug. Das war ein nettes älteres (älter als wir) Ehepaar, das seit 38 Jahren mit dem Wohnmobil verreist und jetzt seit September in Spanien und Portugal unterwegs ist. Sie stehen nur frei, nutzen also weder Camping- oder Stellplätze und fahren sehr gut damit. Sie sagten mir auch wo ich Frischwasser und Gas bekomme und dass es bei bestimmten Tankstellen auch eine Möglichkeit gibt, die Wäsche zu waschen. Wieder was gelernt!

 

Sturm

Am Sonntag gegen 09:00 fing das Wohnmobil an zu wackeln. Es blies ein ablandiger Wind mit starken Böen. Der Sand peitschte um das Womo rum und ich hatte Angst, dass es sandgestrahlt wird. Einige verließen bereits den Platz und ich beschloss unser Womo auf dem Strand hinter hohen Büschen zu verstecken. Da konnte man es aushalten.

 

Markttag

Gehen Mittag machten wir uns auf nach Villaricos, um den Markt zu besuchen. Es war ein buntes Treiben, es wurde Obst, Gemüse, Klamotten und sonstiger Kram verkauft. Interessant fand ich einen Stand für Golfschläger und Zubehör. Wir gingen noch einen Cappuccino trinken und ich aß dazu Schmalzgebäck.
 
Auf dem Rückweg zu unserem Übernachtungsplatz machten wir einen Umweg und fuhren über Garucha und Vera, dabei fand ich wieder einmal kleine Bergstraßen. Gaby war deshalb schon ganz unruhig, weil sie befürchtete, dass wir mit dem großen Womo irgendwo hängen bleiben. Dem war aber nicht so und wir wurden mit einer schönen Aussicht belohnt.
 
Wieder am Strand angekommen, gingen wir erstmal Gassi. Dabei durfte Cheevi zum ersten Mal ohne Leine laufen. Er genoss es sichtlich auf dem Strand rumzurennen. Ich übte mit ihm noch Kommandos und siehe da er gehorchte die ganze Zeit. Welch ein Fortschritt. Wieder zurück holten wir die Stühle zum Sonnenbaden raus und beide Hunde waren nicht angeleint. Sie bellten nicht und liefen immer wieder zu den Nachbarhunden, vertrugen sich gut mit denen und kamen immer wieder von alleine zurück. Das gibt uns große Hoffnung und wir werden so weitermachen.