Spanien (2016)

Cullera

Tag 44: Dienstag, 23.02.2016

Auf unserem Stellplatz in Daimus hatten wir gestern Abend schon 2 weitere Alpas entdeckt. Heute morgen kamen beide Besatzungen zu uns, z. T. kannten wir sie bereits aus Facebook, aber noch nicht persönlich. Es ist immer wieder nett andere Besitzer unseres Wohnmobil-Typs zu treffen und Erfahrungen auszutauschen. Einer erzählte uns von einem freien Stellplatz in Cullera, ca. 30 km entfernt.

 

Eigentlich hatten wir vor heute eine längere Strecke zu fahren, aber das Wetter war zu schön, um nur im Auto zu sitzen. Spontan wie wir immer sind, beschlossen wir dorthin zu fahren, die Sonne zu genießen und zu grillen.

 

Unser Wohnmobil ist zu groß für manche Campingplätze

Wir wurden nicht enttäuscht. Der Platz liegt am südlichen Ende von Cullera, direkt am Strand neben der Hafeneinfahrt. Das Gelände ist sehr weitläufig, so dass die unzähligen Mobile, die bereits da standen, sich in kleinster Weise stören. Das ist ein ganz anderes Freiheitsgefühl als z.B. auf den Campingplätzen, die wir gestern gesehen hatten. Wir sind das gesamte Gelände abgefahren und entdeckten die unterschiedlichsten Mobile, vom kleinen Kastenwagen bis zu großen Linern und umgebauten Bussen. Ein Mobil hatte ein ausfahrbares Dach und dadurch eine 2 Etage, beeindruckend. Wir fanden dann einen Platz etwas abseits von der Masse und in nächster Nähe zu dem weitläufigen feinsandigen Strand.
 
Für alle Zweifler ob es legal ist hier zu stehen sei gesagt: Die Stadt duldet die freistehenden Camper zumindest in diesem Jahr, Sie sind auch ein Wirtschaftsfaktor im touristenleeren Winter. Es wurden einige große Mülltonnen aufgestellt, die täglich geleert werden und eine Entsorgungsmöglichkeit wurde ebenfalls installiert. Frischwasser gibt es bei einer nahen Tankstelle neben mehreren Supermärkten. Und für genügend Strom sorgen die Solarpanels der Wohnmobile. Es fehlt also an nichts.
 
Es war wolkenloser Himmel, die Sonne brannte vom Himmel und die Höchsttemperatur war 24 Grad. Also Liegestühle raus und den Tag genießen. Zwischendurch sind wir mit den Hunden an den Strand, wo sie sich austoben  und mit anderen Hunden spielen konnten.
 

Besuch von einem Papagei

Bevor wir mit dem Grillen anfingen kam plötzlich ein deutscher Urlauber vorbei, der seinen Papagei spazieren trug. Er und seine Frau kommen aus dem Ruhrgebiet und stehen schon seit 6 Wochen hier und werden noch eine längere Zeit bleiben. Der Papagei ist 25 Jahre alt und sehr zutraulich. Der Mann erklärte uns einiges über das Tier und dann spazierte der Papagei auf Gabys Arm. Ein Erlebnis!

 

Ich bin anschließend noch zu seinem Wohnmobil und er erklärte mir, was für eine Technik er da alles verbaut hat. Da war z.B. ein großes Solarpanel, das auf dem Hängerdach auf einer ausrangierten Satelliten-Drehanlage montiert ist. Und so kann er das Panel per Fernbedienung immer nach der Sonne ausrichten und hat immer genügend Strom zur Verfügung. Wieder mal was Neues erfahren. Man lernt eben nie aus.

 

Nach dem etwas enttäuschenden Tag gestern war das heute wieder einmal ein wunderschöner Tag. Wir bedauern sehr, dass wir diese Woche nach Hause müssen. Sonst würden wir in Spanien noch mindestens bis Ende März bleiben. Der nächste Winter kommt bestimmt.