Süditalien (2016)

Anreise zur Adriaküste

Dienstag, 06. bis Samstag, 10.09.2016

Wir können nicht den direkten Weg in die Schweiz wählen, denn wir haben am Mittwoch einen Termin im Werk von Dethleffs im allgäuischen Isny. Hier sollen diverse kleinere und größere Mängel behoben werden. Während unser Wohnmobil repariert wird, nutzen wir die Gelegenheit Isny und die Umgebung zu erkunden. Es ist der erste Einsatz des Smart während einer Wohnmobilreise.

 

Besichtigung von Isny im Allgäu

Isny ist eine vitale Stadt mit reicher Geschichte, umgeben von lebendigen Dörfern. Es ist ein idealer Ort zum Arbeiten und zum Leben, für Kur, Erholung und Freizeit. Isny lockt mit einer reizvollen historischen Innenstadt und lädt ein zur Kur in weithin bekannten Einrichtungen, zum Wellness-Urlaub, zum Aktiv-Urlaub oder zu Familienferien zu allen Jahreszeiten. Etwas mehr als 14 000 Menschen leben in  Isny und in den angegliederten Ortschaften. Seit 1965 trägt Isny das Prädikat „Heilklimatischer Kurort“, Es liegt eingebettet in eine Landschaft aus sanften Hügeln und kleinen Seen, mit Blick auf den höchsten Berg Württembergs, den Schwarzen Grat, und die Alpenkette am Horizont. Das Rathaus steht auf 705 Metern Höhe, den höchsten Punkt erreicht mit 1.118 Metern Höhe der Schwarze Grat.

Weitergehende Informationen bei Wikipedia.

 

Wir parken am Rand der Altstadt und beginnen den Bummel bei einem der Stadttore. Es ist sehr beschaulich, alte Gebäude, nette Geschäfte und Restaurants und Cafes. Es ist keineswegs überlaufen. Nach unserem Rundgang gehen wir in einen Biergarten und gönnen uns noch vor Mittag eine Portion Weißwürste mit einem einheimischen Dunkelbier und entspannen uns. 

Erkundung der Umgebung von Isny

Nach dem Stadtbesuch fahren wir mit dem Smart ohne Ziel in die Umgebung. Wir lassen uns einfach treiben und absolvieren 70km. Über viele kleine Straßen lernen wir die schöne hügelige Landschaft des Allgäu kennen. Im Hintergrund kann man die Schweizer Berge sehen. Hier ist es wirklich schön, man kann die Menschen beneiden, die in dieser Gegend ihren Arbeitsplatz haben. Schließlich erreichen wir den Parkplatz am Eschacher Weiher, wo wir uns auf einer Bank ausruhen und den Blick genießen. Viele Menschen starten hier ihre Wanderungen oder gehen im Weiher baden. Dann fahren wir nach Isny zurück und kehren für ein Getränk bei einem Landgasthof ein. Um 16:00 nehmen wir unser Wohnmobil wieder in Empfang und genießen den Abend auf dem Rasen am Stellplatz.

Weiterreise durch die Schweiz

Von Isny aus erreicht man schnell den Bodensee. Unser Ziel ist es kurz vor der Schweizer Grenze bei Schaffhausen zu übernachten, um am nächsten Tag in einem Stück die Schweiz zu durchqueren. Wir übernachten in Singen (Hohentwil) auf dem Stellplatz beim Landesgartenschaugelände, den wir bereits von unserer Reise an den Lago Maggiore kennen.

 

Am Freitag fahren wir dann über Zürich, dem Vierwaldstädter See auf der Schwyzer Seite zum Gotthardtunnel. Der Tunnel ist 17 km lang und beginnt auf einer Seehöhe von etwas über 1.000 m. Um Staus im Tunnel zu vermeiden, gibt es davor eine ampelgesteuerte Blockabfertigung. Staus sind hier programmiert, bei uns sind es lediglich 30 Minuten. Die Durchfahrt durch den Tunnel geht zügig und am Ende erscheint das sonnige Tessin. Dann geht es lange abwärts bis Bellinzona und dann die Autobahn rauf und runter zum Comer See. Direkt hinter der italienischen Grenze fahren wir raus, um in einem Einkaufszentrum eine italienische SIM-Karte zu kaufen. Ein paar hundert Meter entfernt befindet sich der neue Stellplatz Area di Sosta Tavernola, den wir vorab ausgewählt hatten. Leider passen wir mit Anhänger nicht rauf, so stellen wir uns einfach davor auf einem Parkplatz unter einem Baum.

 

Beim Gassi gehen treffe ich einen Einheimischen. Da Hundebesitzer kommunikativ sind, kommen wir ins Gespräch und ich erzähle ihm, dass wir nach Süditalien fahren wollen. Er kennt die Gegend ganz gut und nennt mir gleich einige Gegenden, einsame Strände und Orte, die wir unbedingt besuchen sollten. Da ich mir das so nicht merken kann, lud ich ihn mit Hund in unser Wohnmobil zun einem Espresso ein und er zeigt mir alles auf der Landkarte und schreibt es mir auf einem Zettel auf.

 

 

Weiter an die Adriaküste

Jetzt fehlen uns nur noch 390 km bis an die Adria. Das ist eine langweilige Fahrt, an Mailand vorbei und die kerzengerade Autobahn durch die Po-Ebene an Piacenza, Parma, Modena und Bologna vorbei in Richtung Rimini.

 

Wenn mal selbstlenkende Autos Realität werden, dann ist die Autostrada del Sole bestens dafür geeignet. Ich stell mir das so vor, dass wir auf der Rundsitzgruppe sitzen, gemütlich Kaffee trinken und ein Buch oder Reiseführer lesen, während das Wohnmobil alleine bis zur festgelegten Autobahnausfahrt fährt. Man darf auch mal träumen!

 

Unser Ziel ist ein Stellplatz in Bellaria Igea Marina kurz vor Rimini, einem typischen Urlaubsort an der Adriatischen Küste. Endlich sind wir angekommen, der Urlaub kann beginnen.