Süditalien (2016)

Rund um Monopoli

Montag, 19. bis Donnerstag, 22.09.2016

Nach den schönen Strandtagen am Gargano soll es heute weiter gehen. Der Himmel über uns ließ nichts gutes ahnen und so beeilen wir uns unseren Smart auf den Hänger zu laden. Kaum sind wir fertig und bereit zur Abfahrt fängt es an wie aus Eimern zu gießen.

 

Da wir weiter Richtung Süden wollten, folgen wir den Verkehrsschildern Richtung Autobahn Bari. Unsere Hoffnung ist es, so ohne große Schwierigkeiten die Autobahn zu erreichen. Leider ist dies ein Trugschluss! Die Straße führt uns bei strömenden Regen auf eine enge Bergstraße mit gefühlten 100 engen Kehren den Berg rauf und auch wieder runter. In den Alpen hätten wir dies erwartet, aber hier? Eine echte Herausforderung und bei dem Unwetter nicht einfacher.

 

Als wir endlich die Schnellstraße und anschließend die Autobahn erreichen, sind wir echt froh und das Wetter wird in der Ebene auch langsam besser! Nun rollen wir erstmal gemächlich Richtung Süden und langsam lässt auch die Anspannung nach.

 

Ursprünglich hatten wir vor so ca. 150 km zu fahren, am Ende sind es 320 km und wir wollen nur noch einen Platz zum schlafen finden! Unser Reiseführer sprach von einem freien Platz mit sehr viel Fläche. Stimmt auch, aber leider gibt es eine tiefe Querrinne und mit unserem Gespann würden wir sicher hängen bleiben. Nun heißt es auf engstem Raum wenden. 

 

Nachdem wir uns aus dieser Situation nach einigem hin und her befreien können, wollen wir nur noch irgendwo stehen und übernachten. Dies gelingt uns auch. Das Umfeld ist zwar nicht sehr schön, aber immerhin mit direkten Blick aufs Meer!

 

Für heute reicht es uns. Morgen ist ein neuer Tag und er kann nur besser werden! 

Besichtigung der Trullis in Alberobello

Nach einer ruhigen Nacht entscheiden wir heute nur bis Capitolo zu fahren und dort einen empfohlenen Stellplatz anzulaufen. Es sind nur lächerliche 13 km. Der Platz ist wirklich sehr schön angelegt und bis auf 3 Mobile leer (es passen gut 100 Mobile drauf).

 

Nachdem wir den Smart abgeladen und den Hänger geparkt haben, unser Mobil auch positioniert ist, überlegen wir uns was wir mit dem Rest des Tages sinnvolles anfangen wollen. Wir beschließen nach Alberobello zu fahren und uns die Trullis anzusehen. Immerhin Weltkulturerbe der UNESCO. Und was soll ich sagen, es hat sich sowas von gelohnt. Einfach toll anzusehen!!! (Ich denke die Bilder sprechen für sich)

 

Aber auch die ganze Landschaft ist wunderschön. Soweit man sehen kann, überall wunderbare alte Olivenbäume. Und alles ist sehr sauber und ordentlich. Kein Plastikmüll am Straßenrand, keine verwilderten Brachflächen. Es ist einfach schön anzusehen!

 

Nach diesem tollen Tag fahren wir zurück zu unserem Stellplatz, genießen noch ein wenig die Sonne und gehen später am Abend lecker essen.

 

Mal sehen, was morgen kommt. Wir bleiben hier!

Besichtigung von Monopoli

Wir beschließen der Empfehlung des Stellplatzbesitzers zu folgen und uns die Altstadt von Monopoli anzusehen. Es ist ja nicht weit und so haben wir auch keinen Stress und lassen uns Zeit mit dem losfahren. Unser Smart ist in der Tat das geniale Auto für die engen Gassen und den begrenzten Parkmöglichkeiten!

 

Wir finden einen Parkplatz direkt bei der Altstadt und können, nachdem wir einen großen Platz vor einer Kirche überquert haben, durch einen alten Torbogen direkt in die engen Gassen eintauchen. Es gibt eine Beschilderung, die uns zu allen Sehenswürdigkeiten führt. Wir machen einen wunderbaren Rundgang, der uns zu sehr alten Kirchen, Häusern, ans Meer, dem alten Fischerhafen und ans Castello bringt.

 

Irgendwann landen wir auf der Piazza Garibaldi mit Cafés und Restaurants. Wir lassen uns in einem kleinen Café nieder und verschnaufen ein bisschen. Die Hunde bekommen Wasser und wir Campari Soda. Lecker!

 

Zum Abschluss bestellt Hans noch einen Espresso. Dieser wird in einer wirklich schönen, typischen Tasse serviert. Wir suchen schon einige Zeit nach solchen Tassen und fragen wo diese zu kaufen sind. Die sehr nette Bedienung informiert uns darüber, dass es diese leider nur vom Kaffeehersteller für die Bars gibt. Sie erkennt wohl unsere Enttäuschung und hat Mitleid mit uns. Sie geht und kommt mit einer Tüte zurück. Inhalt: 2 Espresso-Tassen die sie uns schenkt! Wir bedanken uns herzlich bei ihr und geben ihr ein Trinkgeld, welches sie eigentlich nicht möchte, dann aber doch nimmt.

 

Wir schlendern weiter und landen am Ende unserer Altstadtbesichtigung direkt wieder bei unserem Auto. Glücklich und zufrieden machen wir uns auf den Heimweg.

 

Heute Abend gehen wir nochmal essen. Morgen soll es weitergehen.

Besichtigung von Ostuni

Eigentlich wollten wir heute weiterfahren, aber unser Stellplatzbesitzer gab uns den Tipp unbedingt noch Ostuni zu besuchen. Da uns liebe Freunde aus unserer Facebook-Gruppe ebenfalls diesen Tipp gepostet hatten, änderen wir kurzfristig unsere Pläne.

 

Also kommt der Smart erneut zu Einsatz und wir fahren die knapp 35 km ins Landesinnere. Als wir ankommen, geparkt haben und losmaschieren wollen, öffnet der Himmel erstmal seine Schleusen. So kommen wir zu einem Cappuccino und Hans zu einem Panino. Auch gut! Danach hört der Regen auf und der Himmel ist wieder blau!

 

Wir  marschieren los und entdecken auch diese wunderbare alte Stadt. Durch enge Gassen geht es stehts bergauf. Es gibt viele kleine Geschäfte und Restaurants. Und natürlich jede Menge sehr alte historische Gebäude. Falls sich der Blick mal über das Tal öffnet, sieht man über die endlosen Olivenhaine bis zu Meer. Es ist wunderschön! Zurück gehen wir durch viele sehr enge Gässchen mit sehr schönen kleinen Lokalen, die mit lauschigen Plätzen zum verweilen einladen. 

 

Ja, auch dieser Tipp war einfach toll und wir möchten diese wunderschönen Eindrücke wirklich nicht missen!

 

Zum Abschluss dieser letzten 3 wunderbaren Tage werfen wir heute nochmal den Grill an und lassen den Tag in aller Ruhe ausklingen.

 

Morgen brechen wir endgültig auf. Mal schauen was noch für schöne Dinge auf uns zukommen.