Süditalien (2016)

Rund um Taranto

Sonntag, 02. bis Mittwoch, 05.10.2016

Am Samstag war ein sonnenreicher Tag. Wir verbrachten die meiste Zeit am Strand und entspannten uns ausgiebig. Aber am Sonntag wurde alles ganz anders.

 

Ein kräftiger Wind wühlt das Meer auf, so wie wir das von der Ostsee kennen, nur wärmer. Wir sind unentschlossen, wie es weiter gehen soll. Wir stehen am Straßenrand und können die Stühle nicht direkt vor das Womo stellen, denn da ist ein Bürgersteig. Also warum nicht weiterfahren und einen noch besseren Platz suchen?

 

Wir bunkern erst noch Frischwasser an einem Brunnen und fahren die Küstenstraße in Richtung Taranto entlang. 15 km später taucht er plötzlich auf, unser neuer Stellplatz. Es ist ein großer leerer Parkplatz direkt am Strand. Wir stellen uns quer mit Blick zum Strand, holen die Stühle raus und genießen erstmal den tollen Ausblick. Auch das Wetter meint es gut mit uns, die Sonne erscheint wieder.

 

Wir machen einen ausgiebigen Strandspaziergang mit den Hunden und Gaby beginnt Muscheln zu sammeln. Ihre Ausbeute ist groß mit vielen unterschiedlichen Arten. Am Abend gibt es wieder einen tollen Sonnenuntergang, wir ziehen in das Wohnmobil um und sind sehr zufrieden mit unserer Entscheidung weitergefahren zu sein.

 

Morgens erscheinen Fischer mit ihren Angeln und auch welche in Tauchanzügen. Diese schnorcheln in Ufernähe und gehen auf die Jagd von Tintenfischen und Seeigeln, die sich zwischen den Felsen verstecken. Die Ausbeute ist zufriedenstellend. Wir sitzen wieder die meiste Zeit am Strand und kühlen uns hin und wieder im seichten Meer ab.

 

Viele Tipps für die Weiterfahrt

Vorbei an Taranto

Am Mittwoch morgen sind unsere beiden italienischen Bekannten weitergereist. Wir sind lange unentschieden, was wir machen. Es ist schönstes Wetter, aber etwas kälter geworden, naja 22 Grad, am Strand nur Angler die ihr Glück versuchen und wir sind ganz alleine auf dem Parkplatz. Der wolkenlose Himmel animiert uns, einen weiteren Tag hier zu bleiben. Es gibt nur ein Problem, die Kassette ist voll und wir brauchen unbedingt eine Entsorgungsstation. Das bedeutet, dass wir leider diesen schönen Platz auch verlassen müssen, um einen Campingplatz zu suchen.

 

Wir fahren gemütlich mit 40 km/h die Küstenstraße entlang, vorbei ein vielen schönen Stränden und Badeorten, in denen kaum ein Mensch zu sehen ist. An dieser Küste ist im Juli und August Hochsaison, dann quillen die Orte über von Menschen und danach ist Sendepause. Alles wird geschlossen, auch die Stell- und Campingplätze. Wobei gerade für uns Mitteleuropäer diese Zeit die Schönste ist.

 

Das Meer ist türkisblau, einfach wunderbar anzusehen. Wir umfahren die Großstadt Taranto und landen wieder in Strandnähe an einem geöffneten Campingplatz. Die wenigen Touristen parken ihre Wohnmobile im Pinienwald. Uns ist es dort zu dunkel und wir platzieren uns auf die sonnendurchflutete Wiese. Unsere Hunde dürfen frei rumlaufen, was sie ausgiebig genießen und so andere Hunde kennen lernen. Später machen wir einen Spaziergang zum nahen Strand. Dieser lädt uns überhaupt nicht zum Verweilen ein, denn er ist leider ziemlich zugemüllt. Wir beschließen am nächsten Morgen weiter zu fahren.