Südtalien (2016)

An die Festlandspitze Italiens

Mittwoch, 12. bis Sonntag, 16.10.2016

Scirocco und Probleme mit dem Kühlschrank

Am Freitag kommt der Scirocco, ein warmer Wind aus der Sahara. Die Wellen werden höher und erlangen am Strand 2 bis 3 Meter. Wir gehen lange spazieren und genießen das Schauspiel der Wellen.

 

Nach dem Spaziergang piept unser Kühlschrank im Abstand von 2 Minuten. Das ist ein Zeichen, dass die Tür nicht richtig geschossen ist (was mir oft passiert) oder Mangel an Gas. Die Tür ist zu und bei Batteriebetrieb piept es weiter. Wir sind ratlos und senden einen Hilferuf in Facebook. Prompt kommen einige Tipps, die nicht helfen und einer der uns empfiellt den Kühlschrank für einige Stunden auszuschalten. Wir holen das Gefriergut und den Rest raus und verstauen es in einer Styropor-Box. Am nächsten Morgen ist alles aufgetaut, ich schalte den Kühlschrank wieder ein und nach 5 Minuten piept er wieder. Wir beschließen, bevor die Würste und das Fleisch ungenießbar werden, heute zu grillen. Am Montag wollen wir eine Fachwerkstatt in Reggio Calabria aufsuchen und wenn das auch nicht hilft die Reise abbrechen und auf schnellstem Weg nach Hause fahren. Denn ohne Kühlschrank ist für uns ein Überleben im Süden nicht gegeben.

 

Urplötzlich, so gegen 11:00, hört das Piepen auf. Was ist das denn nun? Wir können es kaum glauben, der Kühlschrank funktioniert wieder!!! Also, alles zurück aus der Styropur-Box in den Kühlschrank und hoffen,. dass es so bleibt.

 

Uns ist nach vier Tagen Strandleben nach etwas Kultur und wie beschließen kurzer Hand die Pferde (Smart) zu satteln und weiter zu fahren. Ziel ist ein Küstenort kurz hinter Reggio Calabria als Ausgangspunkt für eine Stadtbesichtigung am nächsten Tag. Wir finden einen kleinen Parkplatz in Gallico Marina mit direktem Blick auf die sehr nahe Insel Sizilien.

Besichtigung von Reggio Calabria

Der Sonntag ist der beste Tag für eine Stadtbesichtigung, denn dann sind wesentlich weniger Autos unterwegs und die Parkplätze sind kostenlos. Wir finden einen sehr schattigen Parkplatz in unmittelbarer Nähe der Innenstadt. Ich wollte unbedingt im Archeologische Museum die zwei Bronzestauen von Riace ansehen, die aus dem 5. Jahrtausend v. Chr. stammen und erst 1972 vor der Küste Kalabriens in 8 Meter Tiefe gefunden wurden. Es ist äußerst beeindruckend, wie filigran sie ausgearbeitet und perfekt erhalten sind. Gaby wartet unterdessen mit den Hunden vor dem Museum an einem schattigen Plätzchen.

 

Anschließend gehen wir den Corso Garibaldi, Reggios Fußgängerzone entlang, wo sich viele sehr schöne Gebäude und Geschäfte befinden, die z.T. geöffnet sind. Über die vielen Querstraße hat man immer einen Blick auf das Meer und das auf Sizilien befindliche Messina. Es weht ein angenehmer Wind durch die Straßen und nach 1,5 km erreichen wir die Kathedrale. Leider ist sie verschlossen, sodass ich keine Fotos vom Inneren machen kann.

 

Den Rückweg machen wir über die ebensolange Strandpromenade, an der sich viele Beach Clubs und Restaurants befinden, die zu dieser Zeit alle geschlossen sind. Sizilien mit seiner Stadt Messina wirkt sehr nah und der von hier sichtbare Ätna ist leider hinter Dunstwolken verschwunden.