Süditalien (2016)

Nationalpark Sila und Weltkulturerbe Paestum

Samstag, 22. bis Dienstag, 25.10.2016

Entlang der Steilküste von Maratea

Hier oben im Gebirge ist es wesentlich kälter als am Meer und wir müssen am Abend erstmal einheizen. Am nächsten Tag machen wir uns auf den Rückweg an die Küste. Das Wetter ist umgeschlagen und es regnet in Strömen. An der Küste angekommen, fahren wir weiter in Richtung Norden, unser Ziel ist Paestum in Kampanien. Ab Maratea hört der Regen auf und wir gelangen an die schmale kurvenreiche Straße direkt an der Steilküste. Eine herrliche Landschaft mit tollen Ausblicken. Ab Scalea verlassen wir die Küste, denn ein von mir befragter Einheimischer rät mir davon ab weiter an der Küste entlang zu fahren. Die Straße wäre noch schmaler und mit unserem Gespann schwierig zu bezwingen. So fahren wir auf der gut ausgebauten SS16var in das Cilento-Gebirge und auf der anderen Seite runter nach Agropoli und erreichen das Nahe Paestum, wo wir am Strand einen Übernachtungsplatz finden.

 

Nach der anstrengenden Fahrt gestern legen wir einen Pausentag ein. Die Sonne ist zurückgekehrt und wir genießen den Tag und das warme Wasser des Meeres.

Weltkulturerbe Paestum

Am Dienstag wollten wir uns das Weltkulturerbe Paestum ansehen. Die Stadt wurde unter dem Namen Poseidonia um 600 v. Chr. von Griechen gegründet. Die fruchtbare Landschaft und umfangreicher Handel führten innerhalb weniger Generationen zu Wohlstand, der sich im 5. und 6. Jahrhundert v. Chr. im Bau großer Tempelanlagen, deren Ruinen bis heute erhalten sind, ausdrückte. Das gesamte Gelände ist umgeben von einer 4,8 km langen Mauer, die noch sehr gut erhalten ist.

 

Nach diesem Abstecher geht es weiter die Küstenstraße Richtung Norden an endlosen Pinienwäldern vorbei und nachdem wir die Umfahrung verpassen mitten durch Salerno, das nicht aufhören will. Um die Mittagszeit ist sehr starker Verkehr, die Autos sind weniger das Problem sondern die vielen Scooterfahrer, die plötzlich auftauchen und sich rechts und links vorbeidrängeln.  Da ist höchste Aufmerksamkeit geboten. Ich habe mich mittlerweile an die italienische Fahrweise angepasst und wenn ich einen Spurwechsel machen muss, dann drängele ich einfach hinein. Das große Gefährt schafft schon die nötige Aufmerksamkeit.

Solche Hamburger haste nicht gesehen

Unser Ziel ist der kommunale Stellplatz in Cava de' Tirreni, 6 km im Landesinneren direkt hinter Salerno. Die Anfahrt ist etwas tricky und ich muss auch noch auf einer kleinen Kreuzung wenden, Millimeterarbeit.  Der Platz gefällt uns sehr gut und wir haben alles was wir brauchen. Gegen Abend kommt ein junger Mann, er heißt Elio, mit Hund vorbei, wir kommen in ein langes Gespräch und er erzählt mir wo wir essen gehen und was wir an der Amalfiküste uns alles ansehen sollen.

 

Etwas später machen wir uns auf den Weg in die Innenstadt von Cava de' Tirreni. Hier gibt es eine bezaubernde Fußgängerzone mit Arkaden und vielen Geschäften, sehr lebhaft mit vielen jungen gut angezogenen Menschen. Auf Empfehlung von Elio besuchen wir ein außergewöhnliches Hamburger Restaurant mit dem Namen 28hamburger&delicious. Solche Hamburger haben wir bisher noch nicht gesehen. Sehr satt und zufrieden fahren wir wieder zurück zu unserem Wohnmobil.

 

Morgen werden wir mit dem Smart die südliche Amalfiküste erkunden.