Süditalien (2016)

Weiter in die Toskana

Freitag, 04. bis Sonntag, 06.11.2016

 Heute ist ein wunderschöner Tag und wir fahren mit dem Smart nach Civitavecchia. Wir parken an der sehr groß angelegten Strandpromenade. Zwischen der und dem Hafen, in dem Kreuzfahrtschiffe und Fähren nach Sardinien, Sizilien und Tunesien anlegen, steht eine Festung aus dem 16. Jahrhundert, das Forte Michelangelo. Sehr imposant.

 

Heute ist der 4. November, früher ein Feiertag in Gedenken an das Ende des 1. Weltkrieges in Italien. An diesem Tag werden die italienischen Streitkräfte gefeiert, so auch in Civitavecchia am Mahnmal der Gefallenen unmittelbar neben der Festung, mit Ansprachen, Militärmusik und Vertretern aller Waffengattungen.

 

Wir machen noch einen kurzen Rundweg durch die Fußgängerzone und kehren dann zurück zum Womo mit dem fantastischem Ausblick auf die Stadt.

Am Samstag kommt das schlechte Wetter, Regen den gesamten Tag, das heißt weiterreisen. Es weht ein heftiger Wind, den wir schon in der Nacht zu spüren bekamen. Das Runterfahren vom Stellplatz über die abenteuerlich Zufahrt klappt reibungslos und der Smart wird auf der abschüssigen Straße aufgeladen. Auch kein Problem.

 

Unser Ziel ist der Agriturismo Nonna Stella mit 5*-Stellplatz in der Toskana. Im Schwimmbecken ist noch Wasser, denn Anfang der Woche sind die Gäste noch darin geschwommen. Dies ist eine Anlage zum Urlaub machen, neben großzügigen Parzellen mit allem Komfort bietet der Platz auch große Zelte und kleine Häuschen zum mieten.

 

Wir genießen es nach 4 Wochen wieder auf einem Stellplatz mit allem Komfort zu sein und müssen mal nicht an Wasser, Strom und Internetvolumen sparen. Wir haben aber auch bis jetzt über €650 an Stellplatzgebühren gespart. Dafür kann man sehr oft lecker essen gehen und das ist uns so manche Komforteinbuße wert.

Wir hatten von einem Facebook-Kollegen gehört, dass man hier am Platz sehr gut essen kann. Die Betreiberfamilie, sie lebt mit drei Generationen hier, hat an Ihrem Wohnhaus einen kleinen Gastraum angebaut und die Mutter kocht in ihrer Küche für Gäste. Bei der Anmeldung frage ich und tatsächlich will sie für uns kochen, obwohl wir die einzigen Gäste sind. Sie sagt, es gibt toskanische Vorspeisen und dann was Gegrilltes. Da lassen wir uns mal überraschen.

 

Ein üppiges toskanisches Abendessen

Um 20:00, früher gehen Italiener nicht zu Abend essen, gehen wir zum Gastraum. Unser Tisch und ein weiterer etwas größerer für eine Gruppe einheimischer Gäste sind eingedeckt und eine Flasche lokaler Wein und Wasser sind bereitgestellt.

 

Dann kommen die erste Vorspeise und wir sind sehr verblüfft, was die Mama in Ihrer Küche alles gezaubert hat. Solche Vorspeisen haben wir noch nicht gesehen. Der Vater, der uns bedient, erklärt uns zwar alles, aber das können wir nicht behalten. Dann kommen weitere Vorspeisen, insgesamt fünf. Danach kommt ein Fleischteller mit Huhn, gegrillten Rippchen und Salsiccia, dazu Kartoffeln und ein üppiger Salat. Wir bemühen uns, das alles zu essen, was uns auch fast gelingt. Als ich einen Espresso bestellen will, sagt mir der Vater, erst kommt noch ein Kuchen. Nach dem Espresso stellt er uns Limoncello- und Grappa-Flaschen auf den Tisch. Wir können uns selbst bedienen.

 

Das war unser bisher bestes Essen auf dieser Italienreise und für alles bezahle ich €40. Da kann man echt nicht meckern.

Ein Verdauungspausentag

Am nächsten Morgen sind wir immer noch so satt, dass nur ein Kaffee in uns reingeht. Wir beschließen einen Erholungstag nach diesem Festmahl einzulegen. Das Wetter tut ein übriges dazu. Mal regnet es, mal scheint die Sonne, mal ist es windstill, mal stürmt es. Wir machen es uns im Womo gemütlich und am Nachmittag müssen wir sogar die Heizung anmachen. Vor einer Woche hatte ich noch im Meer gebadet. Beim Sonnenuntergang gegen 17:00 herrscht eine tolle Beleuchtung. Morgen geht es endgültig in Richtung Heimat, wir schätzen mit einer Dauer von vier Tagen.