Süditalien (2016)

Heimreise

Montag, 07. bis Dienstag, 08.11.2016

Am Dienstag morgen war wieder bestes Wetter und die Außentemperatur bei 7 Grad. Wir hatten die Heizung die ganze Nacht angelassen, damit das Wohnmobil nicht auskühlt und wir beim Aufstehen einen Schreck bekommen. Wir fahren ins benachbarte Chiasso auf Schweizer Seite und kreiseln und kreiseln bis wir endlich auf der Autobahn sind. Da hat sich ein Straßenbauer mal so richtig ausgetobt.

 

Es geht dann am Luganer See vorbei in Richtung Bellinzona und dann langsam rauf zum Gotthardtunnel. Es ist sehr wenig Verkehr. Der Tunnel ist nachts wegen Renovierungsarbeiten zwei Jahre lang gesperrt und da sammeln sich bis morgens jede Menge LKWs an. Einige Kilometer vor dem Gotthardtunnel müssen sie sich auf der rechten von 3 Fahrspuren einreihen. Da stehen sie nun kilometerlang, werden auf einen Parkplatz geleitet und von dort im Abstand einzeln wieder auf die Autobahn entlassen.

 

Wir kommen reibungslos voran und die berüchtigte Ampelanlage für die Blockabfertigung direkt vor dem Tunnel ist auf Dauer-grün geschaltet.

 

Ein nicht enden wollender Tunnel

Im 17 km langen Tunnel herrscht Gegenverkehr, da die 2. Röhre schon länger geschlossen ist. Wir sind erleichtert als wir wieder das Tageslicht erreichen und da herrscht ein völlig anderes Wetter als auf der Südseite des Tunnels. Und je weiter wir ins Tal kommen umso schlechter wird es. Bei Luzern am Vierwaldstättersee beginnt es zu regnen und später auch leicht zu schneien. Es ist erstaunlich wie viele und auch lange Tunnel die Schweizer in ihre Berge geschlagen haben und die Autobahnen sind in bestem Zustand.

 

Kaum sind wir in Deutschland angekommen ist dichter Verkehr mit vielen LKWs. Wo die plötzlich alle herkommen? Wir steuern eine Tankstelle bei der Ausfahrt Rust an, auf der wir schon einmal übernachtet hatten, tanken, machen eine Pause und essen was. Wir sind schon 6 Stunden unterwegs und hatten bisher nur einen Halt gemacht. Wäre also Zeit mit dem Fahren aufzuhören.

 

Nochmal übernachten oder nicht?

Es fehlen noch 300 km bis nach Hause. Sollen wir noch eine Nacht im Wohnmobil bei ungemütlichem Wetter verbringen und morgen weiterfahren? Wir beschließen weiter zu fahren. Wenn wir schon so relativ nah an unserem Zuhause sind, dann ziehen wir das durch. Es ist zwar sehr lebhafter Verkehr, wir kommen dennoch gut voran. Da auf der A3 bei Offenbach eine Dauerbaustelle mit langem Stau ist, beschließen wir diesen Engpass zu umfahren. Wir verlassen die Autobahn kurz vor Darmstadt und fahren in den Odenwald Richtung Unter-Ramstadt. Das Thermometer zeigt 0 Grad, Vorsicht ist geboten, wir wollen auf den letzten Metern nicht noch einen Unfall bauen. Wir biegen in Unter-Ramstadt zu früh ab,und landen in einem langen Waldstück, auf dem uns viele Autos entgegenkommen. Wir wissen überhaupt nicht wo wir sind. Schließlich landen wir in Darmstadt, was wir vermeiden wollten. Von hieraus geht es die B26 nach Babenhausen und 7 km später biegen wir in unsere Straße ein. Wir haben es geschafft.

 

Unsere Mieter Martin und Rebecca erwarten uns auf dem Hof, wir hatten sie kurz vorher angerufen. Großes Hallo und dann rein in die kalte Bude. Große Überraschung, es ist warm in unserer Wohnung und es duftet nach Holz. Martin hatte den Kaminofen angeheizt, wunderbar. So fällt uns die Rückkehr im kalten Deutschland leichter.

Unsere Reise ist nach 64 Tagen und 5.543 km zu Ende. Wir haben Italiens Küste von Rimini bis La Spezia umrundet. Dank des Smart konnten wir auch Orte besuchen, in die wir mit dem Wohnmobil nicht gekommen wären. Wir durften viele nette Einheimische und auch die gute Küche kennen lernen. Im Gegensatz zu Spanien sind in Süditalien wenige Wohnmobile unterwegs und man kann in der Nebensaison überall frei stehen. Wir haben viel gesehen, wenn auch lange nicht alle Sehenswürdigkeiten. Macht nichts, wir waren nicht das letzte Mal in Süditalien.